Zielgerichtet zum Erfolg: Motivationstechniken für Freelancer
Selbständig sein, heißt selbst und ständig etwas tun. Aber die Vorteile der freien Zeiteinteilung bergen Risiken in sich – insbesondere, wenn keine kontinuierlichen Aufträge nach Zeitvorgaben abzuarbeiten sind. Es ergeben sich Stillstandzeiten, die eigentlich für die Akquise oder Projektvorläufe genutzt werden müssten. Aber der Mensch neigt zur bequemeren Verhaltensweise, insbesondere in den eigenen vier Wänden. Unliebsame Aufgaben schiebt jeder gern auf. Wenn der Freelancer diesem Gefühl nachgibt, wird er nie Erfolg haben. Er muss sich täglich selbst motivieren. Bewährte Techniken helfen, die „Knackpunkte“ seiner Tätigkeit zu überwinden.
Jede Arbeit dauert so lange, wie man dafür Zeit hat
Es ist eine erstaunliche Tatsache, dass Arbeiten, die innerhalb weniger Tage zu erledigen sind, sich über Wochen oder einen Monat hinschleppen können. Der Grund ist simpel: liegt keine andere Arbeit vor, steckt man automatisch mehr Zeit in die vorhandene. Die wenigsten Freelancer haben mehrere Aufträge gleichzeitig. Das Festhalten an dem vorhandenen Job verleiht wenigstens das Gefühl intensiver Arbeit. Intensive Tätigkeit aber wäre, Jobs schnellstmöglich abzuschließen und sich um neue zu kümmern. Hier hilft nur eins: Den Zeitumfang der Arbeit definieren, Etappen festsetzen und zum selbst gesetzten Termin abschließen – unabhängig von der Deadline des Auftraggebers.
Konkret statt allgemein
Instabile Auftragslage, dehnbare Liefertermine – wozu brauche ich ein Zeitmanagement? fragen sich viele Freelancer. Wer über das oben genannte Kurzzeitmodell nicht hinausgehen will, sollte wenigstens alle Aufgaben, die er innerhalb des nächsten Monats erledigen muss, aufschreiben: jeden Antrag, jeden Telefonanruf, jede Ausarbeitung. Was sich vage nach „nebenbei“ anhört, entpuppt sich auf einmal als Arbeit für eine ganze Woche. Das ist das Hauptproblem des Freelancers: die Tage am Computer haben kein Maß. Über längere Zeiten gibt es kein Soll – außer dem Endergebnis. Aufgegliedert in einzelne Handlungen jedoch ergeben sich abrechenbare Fakten. Nur sie ermöglichen die Kontrolle über den Arbeitsstand. Das Zeitmanagement kommt durch die Hintertür wieder herein.
Don’t break the chain
Wer seine Tagesaufgaben erledigt hat, darf ein dickes Filzstiftkreuz in seinen Wandkalender machen. Diese kleine Handlung löst ein gutes Gefühl aus, so wie ein Feierabendbier. Und sie macht süchtig. Denn wenn erst einmal mehrere Kreuze hintereinander stehen, steigen die Skrupel, die Kette zu unterbrechen. Das würde die eigene Unzuverlässigkeit illustrieren: der Kalender hängt gut sichtbar im Büro. Die optische Konfrontation mit der eigenen Leistung wirkt Wunder gegen Ausreden.
Raum für Leistung
Das Arbeiten in der häuslichen Umgebung, die Heimarbeit, lenkt ab. Es gibt zu viele Dinge in einem Haushalt, die auch gern erledigt werden möchten. Aber der Freelancer kommt nur in die Küche, um sich einen Kaffee zu holen. Sein Arbeitsplatz ist separiert und professionell ausgestattet. Er ist auf Leistung ausgelegt und hat nichts mit der übrigen Wohnung zu tun. Wer sich im Wohnzimmer neben dem Fernseher eingerichtet hat, kann nichts leisten. Selbst wenn die Wohnverhältnisse kein eigenes Büro erlauben, gibt es genügend Möglichkeiten, auf vier Quadratmetern eine abgeschlossene Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Der Freelancer muss sich selbst seinen professionellen Anspruch demonstrieren.








Ferhat
Lesenswerter neuer Beitrag! Ich werde da noch mal nachhaken!
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