Freelancer Wissen — 06 Januar 2012
In 10 Schritten zum erfolgreichen Freelancer

Mit diesem Beitrag möchte ich Dir eine kleine Anleitung geben, wie Du problemlos ein erfolgreicher Freelancer werden kannst. Was Du auf diesem Weg beachten solltest und besonders wichtig ist, habe ich hier in ein zehn Punkten zusammengefasst.

1. Um als freier Mitarbeiter arbeiten zu können, benötigst Du selbstverständlich zunächst einen Auftraggeber. Deshalb solltest Du Dich als erstes mit entsprechenden Referenzen, die Du auf dem Gebiet erworben hast, nach einem Auftraggeber umschauen. Das ist im Prinzip der wichtigste Punkt auf deinem Weg zum Erfolg. Schließlich geht ohne entsprechende Aufträge gar nichts. Folglich solltest Du vor einer Gewerbeanmeldung zuerst einmal die Möglichkeiten Aufträge zu erhalten, testen.

2. Wenn Du es geschafft hast, einen oder mehrere Aufträge zu bekommen und der Weg als Freelancer zu arbeiten erfolgversprechend aussieht, musst Du Deine Arbeit natürlich anmelden. Dabei geht es vorrangig um die Frage, ob der Beruf den Du ausübst, zu den freiberuflichen Jobs zählt oder ob Du ein Gewerbe anmelden musst. Der Freelancer bezahlt keine Gewerbesteuer. Das ist auch der Grund, warum viele Finanzämter die meisten Berufe gerne in den gewerblichen Bereich schieben. Du kannst Dich vorab auf der Webseite www.freie-berufe.de unter dem Menüpunkt „Abgrenzung –Freier Beruf oder Gewerbe“ über die Einstufung Deines Berufszweiges informieren.

3. Sollte Dein Beruf nicht zu den freiberuflichen gehören, musst Du ein Gewerbe anmelden. Das geht ganz einfach beim zuständigen Ordnungsamt oder Bürgerbüro Deiner Stadt. Dort füllst Du ein entsprechendes Formular aus und bezahlst dafür einmalig eine Gebühr in Höhe von 20 Euro. Nach ein paar Wochen wird sich dann das Finanzamt schriftlich mit Dir in Verbindung setzen.

4. Bevor Du Dich mit dem Finanzamt beschäftigst, solltest Du Dir im Vorfeld schon einige Gedanken machen, wie Du die Versteuerung handhaben möchtest. Wenn Du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmst, die bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe in Frage kommt, zahlst Du keine Steuern. Das ist sicherlich erst einmal positiv, hat aber auch den Nachteil dass Du keine Umsatzsteuern aus Deinen Rechnungen geltend machen kannst. Welche Besteuerungsart am günstigsten für Deine Tätigkeit ist hängt von verschiedenen Faktoren ab. Welche das sind und wie lange diese Entscheidung bindend ist, erfährst Du auch unter „xxx“.

5. Spätestens wenn sich das Finanzamt meldet, solltest Du bezüglich der Versteuerung eine Entscheidung getroffen haben. Du musst das entsprechende Formular mit diesen Angaben ausfüllen. Außer weiteren Fragen zu Deiner Tätigkeit und Deinen persönlichen Angaben, musst Du hier auch Deine eventuellen Gewinne schätzen. Hier gilt, lieber niedrig kalkulieren. Ansonsten könnte das Finanzamt eine Steuervorauszahlung fordern. Du kannst die Zahlen, die am Ende real raus kommen besser im Nachhinein nach oben korrigieren.

6. Wenn es um die Krankenversicherung geht, bist Du als Freelancer oder Selbstständiger in Deiner Wahl völlig frei. Dafür bieten die Anbieter der privaten Krankenkassen verschiedene Tarifmodelle an. Dabei ist es grundsätzlich so, dass je höher der Beitrag den Du zahlst, desto höher ist auch Dein Versicherungsschutz. Wenn Du keinen besonderen Wert auf Sonderbehandlungen oder spezielle Tarife legst, reicht sicherlich auch die gesetzliche Versicherung vollkommen aus. Ausnahme-Regelungen im Bereich der Krankenversicherung sind Studenten, Designer, Künstler und Publizisten. Für diese Gruppen gibt es spezielle Tarife und Sonderoptionen.

7. Wenn Du die ersten formalen Punkte erledigt hast, solltest Du Dir selbstverständlich auch Gedanken über Deine ersten Aufträge machen. Besteht die Möglichkeit die Preise frei zu gestalten oder auszuhandeln, musst Du einen guten Weg finden, dass Du Deine Arbeit nicht zu teuer machst, aber auch nicht zu günstig. Wichtig ist es zu wissen, dass man einmal festgesetzte Preise im Nachhinein schwer nach oben verändern kann. Natürlich ist es möglich dass Du mal einen Auftrag zu einem günstigeren Preis anbietest, dies sollte aber kein anfänglicher regulärer Festpreis sein. Einen solchen Auftrag könntest Du zum Beispiel auch gut als Referenz vorweisen, wenn Du ansonsten noch nichts zeigen kannst.

8. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Du genau auf den richtigen Aufbau Deiner Rechnungen achtest. Damit Deine Kunden die Möglichkeit haben die Umsatzsteuer abzusetzen, muss diese in Deinen Rechnungen korrekt ausgewiesen sein. Was Du alles beachten musst, damit es diesbezüglich keine Probleme gibt, kannst Du auch unter dem Menü „Ordentliche Rechnung“ nachschauen.

9. Besonders wichtig ist es die Steuern nie aus den Augen zu verlieren. Dies könnte nämlich schnell passieren, da Du als Freelancer die jeweiligen Steuerarten zu unterschiedlichen Zeitpunkten zahlen musst und diese sich in den Zahlungseingängen verstecken. Damit Du keine Probleme mit Steuerzahlungen bekommst, kannst du am besten das sogenannte drei-Konten-Model anwenden. Dabei stehen Dir drei Konten zur Verfügung. Das erste Konto solltest Du auf all Deinen Rechnungen angeben, so dass Du hier alle Zahlungseingänge verbuchen kannst. Die in den Rechnungsbeträgen enthaltenen Umsatzsteuern, kannst Du dann direkt auf das zweite Konto überweisen und hier sammeln. Auf dem dritten Konto hast Du die Möglichkeit regelmäßig einen selbstkalkulierten Betrag einzuzahlen, den Du für weitere Steuerzahlungen oder einfach als Notnagel für schlechte Zeiten ansparen kannst. Weitere Informationen hierfür findest Du auch unter dem Punkt „Steuern und Beiträge“.

10. Wenn es um den Bereich Altersvorsorge geht, bist Du als Freelancer auf Dich selbst gestellt, da Du aus der gesetzlichen Rentenversicherung heraus fällst. Zumindest hat das den Vorteil, dass Du die Höhe Deiner späteren Altersrente mit entscheiden kannst. Wichtig also, sich auch dahingehend beraten zu lassen.

Wenn Du diese Punkte beachtet hast, wirst Du schon bald merken, dass auch regelmäßig neue Kosten für technische Geräte wie Computer, Notebooks oder Bildschirme anfallen. Auch diese Kosten darfst du nie aus den Augen verlieren, denn nicht immer greift die Garantie für eines Deiner Geräte, sodass du gezwungen bist, neue Technik zu kaufen. Auch Software kann teuer sein. Unter Umständen empfiehlt es sich daher, Produkte bei Media Markt zu finanzieren.

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Chris

Mein Name ist Christoph Arend ich bin Inhaber der jacor Werbeagentur und ich beschäftige mich schon über 10 Jahre intensiv mit dem Thema Design / Webdesign und Suchmaschinenoptimierung. Seit 2006 auch mit dem Bereich Online- und Social Media Marketing. In meinem Blog schreibe ich über aktuelle Themen aus den Bereichen Webdesign, SEO, Online Marketing und Social Media Marketing und versuche interessante Zahlen und Trends zu zeigen. Hier findest Du mich auf Google+

(2) Readers Comments

  1. Vielen Dank für die VIIIIELEN Tipps. Sind ja ein paar wirklich hilfreiche dabei! Dann hab ich ja noch einbissel was vor mir :D
    viele Grüße aus Berlin Stefan

  2. Hallo-Finde es sehr gut das auch die Leute sich mit diesem weg Gegen-Harz-IV wehren können–
    Schöne Grüße aus dem Nordsaarland -(*!*)-RJPT

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